Burgruine Klingenstein

Den Ort Salla überragend steht auf ca. 1030 m Seehöhe die Burgruine Klingenstein. Bemerkenswert ist der starke Dreieckturm, der ehemalige Bergfried, der seine Spitze der Angriffseite zuwendet.

Informationen zur Burgruine (lt. Wikipedia)

Der mächtige Bergfried hat einen unregelmäßig dreieckigen Grundriss und zeigt mit einer scharfen Kante Richtung Westen, von woher der Weg zur Burg führt. Seine Mauern aus Bruchsteinmauerwerk sind 2,5 Meter dick und nur mit wenigen Lichtschlitzen versehen. Das aus örtlich häufig vorkommendem Marmor gefertigte Mauerwerk lässt auf eine Errichtung im späten 14. oder frühen 15. Jahrhundert schließen. Der Zugang zum Bergfried erfolgte über das zweite Obergeschoss des östlich an den Bergfried angebauten, etwa 20 Meter langen und 7 Meter breiten Palas. Der drei- bis viergeschossige Palas wurde wahrscheinlich zusammen mit dem Bergfried erbaut, worauf das gleiche Mauerwerk sowie die unteren im Verband gemauerten Scharen, hindeuten. Im Erdgeschoss des Palas findet man etliche für Feuerwaffen ausgelegte Senkmaulscharten. Die einzelnen Stockwerke waren durch auf starken Holzbalken ruhende Holzböden voneinander getrennt. Der Palas könnte in späterer Zeit aufgestockt worden sein, worauf die in den erhaltenen Obergeschossen vorhandenen großen Fensterlöcher hinweisen.

An der Südseite des Palas befindet sich ein vorspringender viereckiger Flankierungsturm, der das ebenfalls südlich des Hauses unmittelbar hinter dem Bergfried liegende Burgtor sicherte. Das Burgtor liegt im ersten Obergeschoss über dem Steilabfall. Der Zugang zur Burg erfolgte früher vermutlich über eine südlich am Bergfried vorbeiführende Holzbrücke oder -rampe, deren Mauerlöcher für die Schubbalken heute noch in den Wangen des Burgtores erkennbar sind. Der östliche Teil der Ruine war stark verfallen, und der einstige Verlauf der Ringmauer konnte nur mehr erahnt werden.

Im Zuge der ab 1984 durchgeführten Sicherungs- und Sanierungsarbeiten wurde der östliche Burgteil sowie Teile des Flankierungsturmes ergänzt. Von der einstigen, der heiligen Katharina geweihten Burgkapelle, ist nichts erhalten.

Direkt vor dem Bergfried befand sich ursprünglich ein Graben, der bei einem später erfolgten Bau eines neuen Zufahrtsweges zugeschüttet wurde. Vorgelagert im Westen, entlang dem Weg zur Burg, befanden sich mindestens drei, früher vermutlich durch eine heute nur mehr in Resten erhaltene, von Osten nach Westen verlaufende Wehrmauer miteinander verbundene, Wehrtürme.

Diese Wehrtürme wurden auch teilweise als Reste einer älteren Burg angesehen. Von diesen Türmen hat sich der etwa 100 Meter von der Hauptburg entfernte Westturm am besten erhalten. Dieser Turm hat einen fächerförmigen Grundriss und weist ein lagerhaftes, unregelmäßiges Bruchsteinmauerwerk auf, was eine Errichtung im 15. Jahrhundert vermuten lässt. Der der Burg am nächsten gelegene Wehrturm hat einen viereckigen Grundriss und ist in seinen untersten Scharen noch relativ gut erhalten. Auch er zeigt ein unregelmäßiges Bruchsteinmauerwerk. Nördlich der Burg findet man die Reste einer Zwingermauer, die zu einer kleinen, unterhalb der Burg gelegenen Bastion führt.

Die beiden im Jahr 1659 erstmals genannten Bauernhöfe Hofbauer und Gregorbauer könnten auf ehemalige Wirtschaftsgebäude der Burg zurückgehen.

Kontakt

Burgruine Klingenstein
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