Burgschloss Alt-Kainach

Das Burgschloss Alt-Kainach

Ein vierstöckiger Renaissancebau mit hohem Walmdach, inmitten einer grünen Parklandschaft, umgeben von edlem Laubgehölze erzählt uns viele Geschichten vergangener Zeiten.

 

Ein kurzer geschichtlicher Abriss

Im 12. Jahrhundert Ort eines Meierhofes, wurden die Gebäudeanlagen im 14. Jahrhundert mehr und mehr ausgebaut und durch verschiedene Bauten wie Graben, Mauer, usw. ergänzt. Viele Adelsfamilien, Kaincher, Hollenecker usw. waren im Besitz des Gebäudes ehe das Burgschloss im Jahre 1548 von Helferich von Kainach seine heutige Form erhielt.

Die Besonderheiten eines Burgschlosses

Alt-Kainach ist ein wuchtiger, dreistöckiger, viereckiger Renaissancebau mit einem hohen Giebeldach. Im Süden und Westen sind zwei starke Ecktürme angebaut, an die sich Bogengänge anschließen. Der Torturm im Nordosten steht zwischen einem kleinen Trakt, bei dem es sich um das ehemalige Pförtnerhaus handeln könnte, und dem Haupttrakt. Noch zu Beginn des 16. Jahrhunderts bestand das Schloss aus einem massigen viereckigen Wohnturm und einem kleineren angebauten Wohnhaus. Beide Gebäude waren von einer Wehrmauer und einem breiten Wassergraben umgeben. Danach erfolgte der Ausbau, der sich bis in das 17. Jahrhundert erstreckte.

Der einst fünfgeschossige mittelalterliche Turm ist noch im Haupttrakt des Schlosses zu erkennen. Da der Hof zu klein war, der Eigentümer aber auf die damals modernen Arkaden nicht verzichten wollte, mussten diese an der südlichen und westlichen Außenfront angebracht werden. Vor allem die dreigeschossigen Bogengänge zwischen den beiden südlichen Türmen geben dem Gebäude ein eigenes Gepräge. Diese nach außen gerichtete Arkadenwand ist in Österreich einmalig. Der Haupttrakt ist mit einem extrem hohen und steilen Walmdach versehen. Es ist praktisch noch einmal so hoch wie das ganze Schloss darunter.

Das Portal führt in einen großen gewölbten Vorraum, von dem aus eine breite Treppe in die Obergeschoße führt. Die zweigeschossige Schlosskapelle birgt unter ihrem Kreuzgratgewölbe einen Renaissancealtar aus dem Jahr 1630. Sie ist dem Hl. Florian geweiht, der auch auf dem Altarblatt dargestellt ist. In den Wohnräumen haben sich einige schöne Holzdecken erhalten. Wegen der langen Verwendung als Arbeiterwohnstätte hat sich von der originalen Einrichtung sonst nichts erhalten. Fast alle Räume werden vom Burgenmuseum genutzt. An einer Wand der Sakristei hat man bei Renovierungsarbeiten eine mittelalterliche Schießscharte aufgedeckt. Das Schloss ist von einem großen Park umgeben, der zugleich ein Teil des benachbarten Freibades ist.

Seit 1966 ist das Burgschloss Alt-Kainach im Besitz des Steirischen Burgenvereines

 

Kontakt

Schloss Alt-Kainach
Günther Zerbes
Hauptstraße 68
8572 Bärnbach
Tel. +43 3142 61386