Waldglasmuseum Salla

Das Waldglasmuseum zeigt die Entstehung von "Waldglas" in den Waldglashütten von Salla, sowie Ausgrabungen und Fundgegenstände aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Das Waldglasmuseum

In drei Schauräumen wird dem Besucher die Geschichte des Bergdorfes Salla am Fuße der Stubalm vom Spätmittelalter bis in das 19. Jahrhundert vorgestellt. Wichtige Themenschwerpunkte sind dabei die Waldglas - und Eisenerzeugung, die Geschichte der Burg Klingenstein sowie die Rolle der Gewerken Tunner für die Ortsentwicklung. Besonders eingebunden in dieses Museum sind die Schüler der Realschule Köflach, die einen Großteil der Gestaltungs- und Einrichtungsarbeit im Projektunterricht vorgenommen haben. Zudem wird die Umgebung von Salla seit 1988 durch Projektgrabungen erforscht. Besondere Einblicke in die wechselvolle Geschichte von Salla gibt der 1997 neu gestaltete historische Wanderweg durch Salla, in den auch das Museum- Waldglas -Salla eingebunden ist. 

Zur Geschichte des Waldglases

Entlang des Wanderweges 52, der kleine Buchwaldweg, gab es eine Glashütte am Brandkogelbach sowie auch einen Bereich der "Glaserer-Eben".

Bereits seit der Zeit um 1660 sind im Gebiet um Salla "Waldglashütten" nachweisbar. Diese Glashütten hatten einen nach den Rostoffen orientierten Standort. Sehr wichtig war das Vorhandensein von genügend Brennholz. Für die Erzeugung von 100 kg Glas, (das ist der Bedarf für ca. 150 1l-Flaschen) wurden damals etwa 8 bis 10m³ Holz gebraucht. Der Holzreichtum des Gebietes sowie das Vorhandensein von Marmor und Quarz waren günstige Voraussetzungen für die Ansiedlung von Glashütten. Die erste Glashütte dürfte ihren Standort nächst der "alten Almbrücke" gehabt haben.

Hier am Brandkogelbach bestand eine Gläshütte seit etwas 1769. Diese Waldglashütten dürfen natürlich nicht mit einer unserer heutigen Glasfabriken verglichen werden. Sie waren reine Handarbeitsbetriebe. Hier in Salla dürfte ein "Glasmeister" mit etwa vier Gesellen gearbeitet haben. Rechnet man dazu noch den Schmelzmeister und das Hilfspersonal wie Holzknechte, Heizer und Einbinder (Verpackung mit Stroh), so ist mit einem Belegschaftsstand von etwa 10-15 Personen zu rechnen.

Die Pfarrmatriken überliefern uns die Namen der hier tätig gewesenenen Glasmacher:

  • Ebensteiner
  • Nachtmann
  • Lorenz, usw.

1796 wurde der Betrieb angeblich aus Holzmangel eingestellt.

(c) Prof. Dr. Ernst Lasnik

 

Kontakt

Waldglasmuseum Salla
Dorf 5
8592 Maria Lankowitz
Tel. +43 31443484